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Chirurgische Erfahrung - Level 1


Kaum hat das Sommersemester wieder begonnen, findet man sich man sich schon wieder im "Medizinerstress". Aber nach nun fast fünfwöchigen Semesterferien darf ich mich wahrscheinlich nicht beschweren. Hinzukommt die Motivation, dem Traumberuf des Arztes wieder ein ganzes Stücken nähergekommen zu sein, nachdem jetzt bereits 7 von 12 Semestern erfolgreich gemeistert wurden.

Auch wenn unser Universitätsklinikum zurzeit eine große Baustelle darstellt, wird der Betrieb darin dennoch voll fortgesetzt, was durchaus den ein oder anderen auf die Probe stellt und sowohl der Stimmungszustand der Ärzte aber auch das Konzentrationslevel der Studenten durchaus beeinflusst. So ist es dieses Semester nun "noch ein bisschen" anspruchsvoller die improvisierten Vorlesungssäle zu finden um rechtzeitig zu erscheinen. Endlich in der Chirurgievorlesung angekommen, wurde uns diese Woche der Beweis geliefert: "non scholae, sed vitae discimus" [nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir].
Chirurgische Erfahrung - Level 1
Das Thema der Vorlesung war die Gallenblase und der Gallengang und so begann der Professor, uns erst mal auf die Probe zu stellen, welche Arterien denn die Blutversorgung gewährleisten und allen voran aus welchen Arterien diese zuvor hervorgehen. Also auch im vierten Studienjahr nun rentiert es sich auf jeden Fall, die Anatomiebücher noch immer ganz vorne im Regal stehen zu haben ;)

Mein persönliches Highlight dieses Monats erlebte ich ebenfalls in der Chirurgie: Zum Ende hin eines Tutoriums fragte uns der Professor, wer denn spontan Lust hätte am Operationstisch in 15 Minuten mitzuassistieren? Natürlich wollte jeder von uns sich diese Chance nicht entgehen lassen, wodurch "Stein, Schere, Papier" mich letztlich zu einen der zwei glücklichen Assistenten der Kolon-Rekonstruktion machte. Endlich auch mal Einwaschen wie die Profis im OP, das hatte schon einen ganz besonderen Charme. Unsere Aufgaben bestanden hauptsächlich darin die Haken zu halten, um den Operateur eine einwandfreie Sicht auf das Operationsfeld zu ermöglichen sowie die Bauchtücher zu platzieren und zu wechseln. Natürlich wurde uns nicht nur erklärt was die nächsten Schritte sind, sondern wurden wir bereits miteinbezogen und geprüft warum und weshalb die gewählte Vorgangsweise die beste sei, wodurch der "Platz in der ersten Reihe" auch gleichzeitig zu einer kleinen mündlichen Prüfung während der Operation diente.

Auch neue, für mich persönlich hoch interessante Fächer stehen dieses Semester neu auf unserem Stundenplan: Und so kommt es zu einem Kuriosum dass, die Vorlesung der Forensischen Medizin in unserem Jahrgang besser besucht ist als die der Inneren Medizin. Dasselbe gilt auch für die Sportmedizin, in welcher uns der Professor die verschieden Arten der Körperfettmessungen erklärte und wir diese im Anschluss an uns selbst versuchen durften, wodurch der Andrang, aber auch der Spaß an diesen Vorlesungen teilzunehmen, noch größer ist. Und zu guter Letzt lässt auch die Dermatologie grüßen, welche wir zum jetzigen Stand allerdings leider noch nicht hatten und ich hoffentlich beim nächsten Mal davon berichten kann.
Dies ist ein Beitrag von August.
August studiert in englischer Sprache an der Medizinischen Fakultät der Prager Karlsuniversität in Pilsen.

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Wissenswertes
Die arterielle Versorgung der Gallenblase erfolgt übrigens über die Arteria cystica, die dem rechten Endast (Ramus dextra) der Arteria hepatica propria entspringt. Die Arteria hepatica propria ihrerseits kommt über die Arteria hepatica communis direkt via Truncus coeliacus aus der Aorta.

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