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Sehens­würdigkeiten in Prag


Sobald Du Dein Studium in Prag beginnst, wird sich viel Besuch ankündigen. Entweder von Freunden, Familie oder alten Arbeitskollegen. Im Folgenden habe ich ein paar Sehenswürdigkeiten aufgeschrieben, welche ich meinem Besuch immer zeige. Die meisten davon sind kostenlos und eignen sich daher gut für Freunde.

Häufig beginne ich den Tag mit einem Frühstück beispielsweise im Tančící dům, dem Tanzenden Haus (ca. 12 Euro). Man bezahlt dort jedoch nicht nur für das leckere Essen, sondern erhält noch etwas Besonderes gratis dazu: Das Restaurant befindet sich nämlich ganz oben in einer großen Glaskugel, in der man einen wunderschönen Ausblick über die gesamte Stadt hat.Sehens­würdigkeiten in Prag

Nachdem man sich gestärkt hat, gehe ich entlang der Moldau Richtung Burgviertel ("Hradčany"). Auf dem Weg dorthin kann man sich nicht nur an dem Ausblick auf die Moldau mit den viele Schwänen erfreuen, sondern man überquert auch die berühmte Karls-Brücke, welche ein Muss unter den Sehenswürdigkeiten Prags ist. Sie wurde im 14. Jahrhundert von Kaiser Karl IV. errichtet und ist heute die älteste erhaltene Brücke über den Fluss. Früher war sie nicht nur der Krönungsweg der Böhmischen Könige, sondern ist bis heute noch die Verbindung zwischen Altstadt und der Prager Kleinseite (Malá Strana).

Auf der anderen Seite angekommen, biege ich meistens nach links ab zum Velkopřevorské náměstí und zeige meinen Freunden die John-Lennon-Mauer (Lennonova zeď). Gerade bei musik- und politik-interessierten Freunden ist dieses Denkmal sehr beliebt und eignet sich hervorragend, um Erinnerungsfotos zu schießen. Seit 1980 wird sie von Graffiti-Künstlern verschönert, welche sich an Bildern von John Lennon und Liedtexten von den Beatles orientieren. Sie diente in den 80er Jahren außerdem als eine Art "Mitteilungs- und Beschwerdefläche", welche junge Tschechen gegen die kommunistische Regierung nutzten.

Weiter geht es dann hoch zur Burg: nach all den Treppenstufen, sind die meisten erstmal platt, gerade wenn es warm ist. Das Gute ist, dass es oben auf dem Berg einen Starbucks mit kühlen Getränken und wieder mal einem wunderschönen Blick über die Stadt gibt; dieses Mal von der anderen Seite. Täglich um 12 Uhr findet am Burgtor die Große Wachablösung statt, was ein sehenswertes Ereignis ist. Nach einer kurzen Pause, zeige ich meist noch das Innere des St.-Veits-Doms (kostenlos). Vor allem die Fenster in dem Dom sind traumhaft; gerade wenn die Sonne hindurchbricht. Leider ist es zu Stoßzeiten und bei gutem Wetter immer sehr voll auf der Burg, was man bedenken sollte, bevor man sich auf den etwas anstrengenden Weg dorthin antut.

Wenn man die Burg nur von unten aus der Altstadt betrachten möchte und nach einer Alternative sucht, wären zum Beispiel das Nationalmuseum (Václavské nám. 68), die Klausen Synagoge (U starého hřbitova 3a) oder die St. Nikolaus Kirche (Staroměstské nám. 1101) fußläufig gut zu erreichen.

Ich persönlich finde es auch immer schön, noch einmal ins jüdische Viertel zu gehen. Wenn man sich für die Klausen Synagoge entschieden hat, ist man sowieso schon dort, aber auch sonst lohnt es sich einen Abstecher dorthin zu machen. Im 13. Jahrhundert wurden die Prager Juden gezwungen in ein begrenztes Gebiet zu ziehen (heute: Josefstadt). Allerdings wurde die Bevölkerung häufig zu Opfern von Pogromen; der schlimmste Vorfall ereignete sich an Ostern 1389, wo mehr als 3000 Juden nach dem Vorwurf der Hostienschändung verfolgt wurden und starben. Erst 1848 durften die Bewohner auch außerhalb von Josefstadt wohnen. Viele zogen weg, sodass das ehemalige Ghetto somit verfiel. Josefstadt wurde jedoch Ende des 19. Jahrhunderts saniert und es wurden viele Jugendstil-Häuser errichtet.

In diesem Viertel befindet sich auch der alte jüdische Friedhof (Starý židovský hřbitov v Praze-Josefově). Dicht an dicht stehen hier Grabsteine, die sich bis ins 15. Jahrhundert zurück verfolgen lassen. Da jüdische Gräber nicht nach einer bestimmten Zeit beseitigt werden dürfen, könnte man den Eindruck erhalten, dass der Friedhof sehr chaotisch und unübersichtlich ist. Aber gerade das ist das Besondere und Interessante an diesem Ort, finde ich und es lohnt sich auf jeden Fall, diese einmalige Ruhestätte zu besuchen.

Wenn Deine Freunde oder Familie dann immer noch Puste haben, würde ich mit ihnen auf jeden Fall als Abschluss in den Letná-Park gehen. Dort kann man den Prager Metronom von Vratislav Karel Novák bestaunen und den Tag bei einem kühlen Bier unter den Kastanienbäumen ausklingen lassen.
Falls das Wetter schlecht ist oder Dich fußfaule Menschen besuchen kommen, kannst Du mit Ihnen auch in die Straßenbahnlinie 22 steigen: die Linie fährt Euch an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbei und sie ist noch nicht einmal teuer, sodass niemand eine Ausrede hat, nicht mitkommen zu können oder zu wollen
Dies ist ein Beitrag von Emma.
Emma studiert in englischer Sprache an der 2. Medizinischen Fakultät der Karlsuniversität in Prag.

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Wissenswertes
Die Tramlinie 22 fährt vom Nádraži Hostivař bis zum Bílá Hora, dem weißen Berg, an dem die erste große Schlacht des Dreißigjährigen Krieges stattfand, und verbindet unterwegs komfortabel zahlreiche Prager Sehenswürdigkeiten inklusive Nationaltheater (Národní divadlo), Kleinseite (Malostranské náměstí) oder Prager Burg (Pražský hrad).
Sie verkehrt von etwa 4:00 Uhr bis Mitternacht und kann mit ohne besonderen Fahrschein mit einem gewöhnlichen Nahverkehrsticket benutzt werden.
Achtung ist unterwegs jedoch vor Taschendieben geboten, bei denen sich die touristische Attraktivität der Linie herumgesprochen hat, sodass die Linie 22 unter Einheimischen zeitweise den Namen Pickpocket-Express hatte.

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